Erster Internationaler Gottesdienst nach Corona-Pause

200708_200707-internationaler-gottesdienst.jpgNachdem seit einigen Wochen wieder in allen evangelischen Kirchen Gottesdienste gefeiert werden dürfen, ist auch die Internationale Gemeinde in der Auferstehungskirche am Kurpark Bad Oeynhausen wieder gestartet. Aufgrund der Corona Pandemie konnten seit März keine Internationalen Gottesdienste in der Altstadtgemeinde mehr gefeiert werden. Am vergangenen Sonntag war es wieder soweit. Unter dem Titel „Gastfreundschaft leben und erfahren" kamen circa 50 Besucher zusammen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern.

Während der vergangenen Monate hielt die Internationale Gemeinde im Kirchenkreis Vlotho über Rundbriefe, Nachrichten, Telefonate und kleinere Besuche mit ausreichend Abstand Kontakt zueinander. „Endlich sehen wir uns wieder. Viele bekannte Gesichter sind da, aber eine herzliche Begrüßung ist noch nicht möglich, so wie wir es gewohnt sind", sagte Christian Hohmann. Er ist Regionalpfarrer des Amtes für Mission und Ökumene und gestaltete den Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrerin Elsie Joy de la Cruz. Musikalisch unterstützt wurde der Gottesdienst durch Merle Dräger. Mit ihrer faszinierenden Stimme erfüllte sie begleitet durch ein Klavier das gesamte Kirchenschiff der Auferstehungskirche.

Zentral wurde im Verlauf des Gottesdienstes dargelegt, was Gastfreundschaft bedeute. Dazu wurden Bibelstellen aus dem Hebräer-Brief und dem Lukas Evangelium in Deutsch und Englisch gelesen. Pfarrer Christian Hohmann ging zu Beginn seiner Predigt auf die derzeitige Situation der Corona-Pandemie ein: „Abstandsregeln betreffen uns genauso wie weitere Regeln in unserem Alltag. Ohne die generellen Regeln im Alltag würden wir die Bedürfnisse anderer Menschen nicht sehen, sondern nur uns selbst wahrnehmen." Geschickt leitete er so thematisch zur Gastfreundschaft und dem „Willkommen Heißen" von Gästen über. In biblischen Geschichten sei die Gastfreundschaft immer wichtig und zentral. Es gehe immer wieder darum seinen nächsten nicht zu vergessen. Mahnungen diesbezüglich seien in vielen biblischen Texten wiederzufinden: „Hört nicht auf zu lieben. Wir Menschen sind auf Liebe angewiesen, wie auf Essen und Trinken. Auch das Gebot der Gastfreundschaft wird genannt", so Pfarrer Christian Hohmann. Der Internationale Gottesdienst zeige, dass man sich in der Gemeinschaft wohlfühle und viel voneinander lernen könne. Gastfreundschaft habe in anderen Ländern eine sehr große Bedeutung. „Gastfreundschaft ist ein Raum des Austauschs. Jesus ist oft zu Gast bei Menschen zum Verweilen und Speisen. Er übernimmt die Rolle des Gastgebers, so dass Menschen Gast im eigenen Haus werden", erklärte Christian Hohmann. Wichtig sei es niemanden allein zurück zu lassen und zusammen Lebensgeschichten und -schicksale aufzuarbeiten. „Dort wo wir Frieden zusammen leben sind wir zu Hause", fasst Christian Hohmann zusammen. Der nächste Internationale Gottesdienst wird am 2. August in der Auferstehungskirche am Kurpark unter den dann geltenden Hygienevorschriften stattfinden.