Choralimprovisation aus Sternperspektive. Orgel: József Opicz

Gedanken zur Jahreslosung 2021 von Cornelia Crummenerl

Liebe Leserin, lieber Leser,

adventure 1807524 1280ein turbulentes Jahr, in dem alles anders wurde, als wir es uns vorgestellt haben liegt hinter uns. Altes, Vertrautes brach weg, vermeintliche Sicherheiten wurden erschüttert, ein ganzes Lebensgefühl geriet ins Wanken. Wir haben erfahren, dass wir mit unseren materiellen und technischen Möglichkeiten nicht alle Probleme lösen können, die Kontrolle verlieren. Wir haben erlebt, der eine mehr, der andere weniger, wie verletzlich unser Leben ist. Und mehr denn je ist unsere persönliche und gesellschaftliche Zukunft äußerst ungewiss.

Und so schauen viele von uns mit bangem Blick in das Neue Jahr.

Stellen sich die Frage: werden wir jemals wieder zur Normalität zurückfinden oder bleibt in Zukunft alles ganz anders?

Mir stellt sich jedoch auch die Frage: wie gehen wir in diesem Jahr 2021 miteinander um? Versuchen wir das Jahr gemeinsam zu meistern oder ist jeder nur darauf bedacht, für sich das Beste heraus zu holen?

„Seid barmherzig, wie auch eurer Vater im Himmel barmherzig ist“(Lk 6,36)

lautet die biblische Jahreslosung für das Jahr 2021. Was für ein Leitspruch, für ein Motto, für das Jahr 2021! Genau das ist es doch, was wir in diesem Jahr mehr den je brauchen: einen barmherzigen Umgang miteinander.

 

Gedanken zur Weihnacht von Pfr. Lars Kunkel

201223 fensterIch stehe in der Auferstehungskirche und halte einen Moment inne. Eben haben wir den Weihnachtsbaum aufgestellt. Wenn es schon keine Präsenzgottesdienste geben wird, soll die Kirche mit der schönen Krippe, dem Stern von Bethlehem und auch dem riesigen Tannenbaum die Besucher*innen einladen und von Weihnachten erzählen.

Nun ist der Baum also geschmückt, die Nadeln werden vom Boden aufgefegt. Und mit der Ruhe nach dem Gewusel um den Baum kommen die Fragen: Wie wird es dieses Jahr am Heiligen Abend werden? Keine rappelvolle Kirche, keine aufgeregten Konfirmandinnen und Konfirmanden vor dem Krippenspiel, kein fröhlich feierlich wehmütiges „O du fröhliche“, das hunderte fremder Menschen auf wunderbare Weise zu einem bewegten Chor vereint. Das alles wird uns fehlen.

Ich denke in diesem Moment aber auch an die Menschen, die einsam an diesem Abend sind, weil die Kinder nicht kommen oder weil jemand nicht mehr da ist. Ich denke an die Menschen, für die Weihnachten immer schon anstrengend war, weil es Streit in der Familie gibt oder das Geld hinten und vorne nicht reicht. Und in diesem Jahr kommt für viele noch die Angst um sich und die Angehörigen dazu, weil die Infektionszahlen immer noch steigen.

Pfarrer i.R. Bernhard Silaschi predigt

Pfarrer Bernhard Silaschi, ehemals Gemeindepfarrer in unserer Altstadtgemeinde, hat die für den 4. Advent vorgesehene Predigt in der Kirchengemeinde Bergkirchen zu einer Sonntagsandacht zusammengefasst, die Sie hier anhören können.